März 2006
Glaukom – schleichende Erblindung lässt sich vermeiden
Obwohl bei rechtzeitiger Behandlung das Augenlicht gerettet werden kann, ist das Glaukom neben der altersbedingten Makuladegeneration die häufigste Ursache der Erblindung in unserem Kulturkreis. Die im Augeninneren gebildete farblose Flüssigkeit, das sog Kammerwasser, kann nicht mehr richtig durch ein schwammähnliches Gewebe (das Trabekelsystem) abgeleitet werden und führt somit zu einer Erhöhung des Augeninnendruckes. Dieser erhöhte Druck zerquetscht nach und nach den Sehnerven, der aus einer Million feinster einzelner Sehnervenfasern besteht, die das im Auge entstandene Bild in das Sehgehirn weiterleiten. Da die auf Druck empfindlichen Sehnervenfasern nur langsam absterben, wird dem Betroffenen seine Krankheit viel zu spät bewusst. Nur der Augenarzt kann diese gefährliche Erkrankung frühzeitig feststellen, er misst u. a. den Augeninnendruck und untersucht den Sehnerven dreidimensional. Diese Untersuchung ist nicht schmerzhaft und unkompliziert, wird aber von den Krankenkassen nur in ganz seltenen Fällen bezahlt.
Seit neuester Zeit wissen wir, dass sowohl bei der Diagnose in fraglichen Fällen als auch insbesondere bei der Dauertherapie die Messung des Augeninnendruckes alleine nicht genügt. Vielmehr hängt dieser Augeninnendruck von der Hornhautdicke ab. So haben Menschen mit einer dünnen Hornhaut einen höheren Augendruck als den gemessenen und Menschen mit dicken Hornhäuten einen niedrigeren Augendruck als gemessen. Deshalb ist es unerlässlich die Hornhautdicke messen zu lassen, um eine genauere Einstellung der Augeninnendruckwerte zu ermöglichen und den Verlust des Sehvermögens zur vermeiden. Diese Hornhautdickenmessung (Pachymetrie) wird in den Augendiagnostikzentren und bei einzelnen Augenärzten angeboten. Fragen Sie deshalb Ihren Augenarzt!
Initiative Auge gem. e. V.
Dr. Gudrun von Thun-Blaul
Im Klostergarten 2
67161 Gönnheim
Fax: ( 0 63 22) 98 82 85
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